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ErP Eco-Design
ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11 ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11
Die Zukunft gestalten
ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11 ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11

Unser Umgang mit Energie ist im Wandel. Auch von Seiten der europäischen Gesetzgebung. Die ErP-Richtlinie sorgt dafür, dass energieverbrauchsrelevante Produkte (Energy-related Products) eindeutig gekennzeichnet werden müssen. Auf dieser Seite erläutern wir für Sie alle wichtigen Inhalte der ErP-Richtlinie für Klimatechnologie und Wärmepumpen.

Ganz gleich ob Sie effizient heizen oder kühlen möchten, wir unterstützen Sie gerne dabei, die richtige Lösung zu finden – sowohl für Ihren Bedarf als auch für unsere Umwelt. Gestalten Sie mit uns die Zukunft!

Die europäische Union setzt hohe Ziele

Die Europäische Union verfolgt ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz. Bis zum Jahr 2020 sollen im Vergleich zum Jahr 1990 wichtige Stationen erreicht sein:

20%
Weniger Primärenergie-einsatz
20%
Mehr erneuerbare Energie
20%
Weniger CO2-Ausstoß

Die ErP- oder auchÖkodesign-Richtlinie

Vor diesem Hintergrund hat die EU die ErP-Richtlinie eingeführt. Sie soll eine ressourcenschonende, energieeffiziente Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte unterstützen und vorantreiben. Die ErP-Richtlinie gilt für Produkte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • jährliches Verkaufsvolumen in der EU von mindestens 200.000 Stück
  • erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt
  • deutliches Potenzial für eine Verbesserung der Umweltverträglichkeit zu vertretbaren Kosten

Die Einteilung in Produktgruppen erfolgt in sogenannten Lots. Für Wärmepumpen sind das Lot 1 für Raum- und Kombiheizgeräte und das Lot 2 für Warmwasserbereiter relevant. Für Raumklimageräte gilt - bisher bis zu einer Kälteleistung von 12 kW - Lot 10.

Die Verordnungen der ErP-Richtlinie

Die ErP-Richtlinie fußt auf zwei Durchführungsverordnungen: der Ökodesignverordnung für die CE-Kennzeichnung und der Energiekennzeichnungsverordnung.

CE-Kennzeichnung

CE-Kennzeichnung

Die Ökodesign-Verordnung legt sogenannte Mindesteffizienz- und Mindestemissionsstandards fest. Geräte, die sie nicht erfüllen, erhalten keine CE-Kennzeichnung und dürfen nicht mehr in die EU eingeführt werden. Hier sind vor allem die Hersteller gefragt, mit Technologien zu arbeiten, die heute wie in Zukunft CE-konform sind.

Energie-Kennzeichnung

Energie-Kennzeichnung

Die Energiekennzeichnungsverordnung beschreibt, wie die Energiekennzeichnungsetiketten (Label) aussehen. Sie definiert, welche Werte zur Einordnung in eine bestimmte Effizienzklasse notwendig sind. Die Labels sollen vor allem Verbrauchern helfen, Produkte vergleichen und nach ihrer Effizienz auswählen zu können.

Themenspezifische Inhalte

Um Ihnen die Informationen möglichst übersichtlich präsentieren zu können, unterteilen wir die nachfolgenden Inhalte in die Themenbereiche „Klimageräte und Wärmepumpen“ sowie „Lüftungssysteme“. Wählen Sie einfach das für Sie relevante Thema aus.

Saisonale Messkriterien für den Kühl- und Heizbetrieb

Vor der ErP-Richtlinie:
Leistungsmessung an nur einem Messpunkt im Kühl- und Heizbetrieb

Vor 2013 wurden Klimageräte mit dem EER und COP bzw. Wärmepumpen nur mit dem COP bewertet. Der EER bewertete die Effizienz im Kühlbetrieb. Der COP definierte die Wirtschaftlichkeit im Heizbetrieb. Die Werte waren auf einen einzigen Betriebspunkt ausgelegt – wenig realistisch und ein Nachteil für den Verbraucher. Die Leistungsangaben werden für den COP und EER nur an einem Messpunkt unter Volllast-Betrieb ermittelt.

Leistungsmessung mit nur einem Messpunkt
Leistungsmessung mit nur einem Messpunkt

Mit der Einführung der ErP-Richtlinie:
Optimierte Leistungsmessung bei vier Messpunkten im Kühl- und Heizbetrieb

Gemäß der DIN EN14825 werden die Leistungsangaben für den SEER bzw. SCOP an vier unterschiedlichen Messpunkten ermittelt. Entsprechend der Temperaturverläufe des Referenzklimas in Straßburg sind die Messpunkte unterschiedlich gewichtet, um die Energieeffizienz des Gerätes unter möglichst realistischen Bedingungen wiederzugeben.

Außerdem sind berücksichtigt:

  • Thermostat-Off-Verbrauch
  • Standby-Verbrauch
  • Kurbelwannenheizung
Leistungsmessung bei vier Messpunkten
Leistungsmessung bei vier Messpunkten
Der ermittelte SCOP-Wert fließt innerhalb des Lot 1 in die Berechnung der jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieffizienz (ηs) ein. Je nach verwendetem Energieträger müssen die Raumheizungsgeräte bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Die Messlatte für die Wärmepumpen liegt dabei deutlich höher als für alle anderen Technologien. Für die Energieeffizienzeinstufung im Lot 2 ist die Warmwasserbereitungs-Energieeffizienz (ηwh) relevant.

Die ErP-Richtlinie für Wärmepumpen

Mit Stichtag 26. September 2015 muss die Energieeffizienz von Raum- und Kombiheizgeräten EU-weit ausgewiesen werden. Im direkten Vergleich zu fossil befeuerten Heiztechnologien werden die Vorteile von Wärmepumpen auf den ersten Blick sichtbar. Wärmepumpen erreichen durchweg grüne Bewertungen (A+ oder besser).

Die Verordnung für die Energiekennzeichnung bezieht sich auf Geräte mit einer Nennleistung von bis zu 70 kW. Wichtig ist hier, dass auf den Labels – anders als bei etwa einem Wäschetrockner oder Kühlschrank – die pauschale Angabe eines Jahresenergieverbrauchs nicht funktioniert. Der Verbrauch eines Heizgerätes hängt immer vom Gebäude ab, in dem es installiert wurde. Darum wird bei der Klassifizierung die „jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz“ zugrunde gelegt.

Hier stellen wir Ihnen sämtliche technischen Datenblätter unserer Klima- und Wärmepumpensysteme zur Verfügung.

Zu den Datenblättern
 
 

Die ErP-Richtlinie für Raumklimageräte

Seit dem 01.01.2013 ist die Durchführungsverordnung (EU) 206/2012 in Kraft getreten. Sie setzt die Anforderungen der ErP-Richtlinie 2009/125 EG für Raumklimageräte mit einer Kälteleistung bis 12 kW um. Für die Energiekennzeichnung per Label wurde die Skala der Effizienzklassen nach A um A+, A++ und A+++ erweitert.

Warum auch Klimageräte unter die ErP-Richtlinie fallen, ist klar: Klimatechnik ist mittlerweile fest in unserem Alltag verankert – im Auto, Büro oder in den eigenen vier Wänden. Die technische Entwicklung der letzten Jahre hat hier bereits deutliche Fortschritte gebracht. Auch uns bei Mitsubishi Electric ist es wichtig, einen entscheidenden Beitrag für mehr Energieeffizienz zu leisten.

Hier stellen wir Ihnen sämtliche technischen Datenblätter unserer Klima- und Wärmepumpensysteme zur Verfügung.

Zu den Datenblättern
ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11

Effizienz und Komfort im Fokus

ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11 ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11

In Abhängigkeit von der Wärmeleistung einer Wärmepumpe definiert die Verordnung auch die maximalen Schalleistungspegel für Wärmepumpen. Das Energielabel gibt Aufschluss über die Werte. Es gibt den Schallleistungspegel des Innen- und Außengerätes in Dezibel als objektive Akustikgröße an.

Schalldruckpegel

Schalldruckpegel dB(A)

Der Schalldruckpegel ist eine Schallfeldgröße und gibt das empfundene Betriebsgeräusch eines Innen- oder Außengerätes in einer bestimmten Entfernung an.

Schallleistungspegel

Schallleistungspegel dB(A)

Die Schallleistung ist eine akustische Größe, die die Quellstärke eines Schallerzeugers beschreibt und somit unabhängig vom Abstand zum Empfangsort ist.

In den technischen Datenblättern der Geräte wird neben dem Schallleistungspegel auch der Schalldruckpegel ausgewiesen. Er bezeichnet in der Akustik den messtechnisch erfassbaren Pegel, der durch eine Schallquelle in einem bestimmten Abstand verursacht wird.

ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11

Effizienz und Komfort im Fokus

ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11 ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11 ErP-Richtlinie, LOT10 und LOT11

Verbraucher erhalten auf dem Energielabel auch relevante Informationen über die Geräuschemissionen ihres Klimasystems. Hierzu wird der Schallleistungspegel des Innen- und Außengerätes in Dezibel als objektive Akustikgröße angegeben.

Schalldruckpegel

Schalldruckpegel dB(A)

Der Schalldruckpegel ist eine Schallfeldgröße und gibt das empfundene Betriebsgeräusch eines Innengerätes in einer bestimmten Entfernung an.

Schallleistungspegel

Schallleistungspegel dB(A)

Die Schallleistung ist eine akustische Größe, die die Quellstärke eines Schallerzeugers beschreibt und somit unabhängig vom Abstand zum Empfangsort ist.

In den technischen Datenblättern der Geräte wird neben dem Schallleistungspegel auch der Schalldruckpegel ausgewiesen. Ein Vorteil davon ist, dass unabhängig vom Einsatzort und Messverfahren des Schalldrucks eine Vergleichbarkeit von unterschiedlichen Klimageräten möglich ist. Der Schalldruckpegel wird häufig in ca. 1 m Abstand gemessen, dabei liegen moderne Split-Klimageräte bei durchschnittlich sehr leisen 21 Dezibel.

Klimazonen für den Heizbetrieb

Die klimatischen Bedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung von Wärmepumpen. Sie werden auf dem Energie-Etikett in drei Klimazonen ausgewiesen: kalt, mittel, warm. Die Messpunkte liegen bei -7 °C, 2 °C, 7 °C und 12 °C. Im Gegensatz zu den Klimageräten sind die Klimazonen auf dem Energielabel für Wärmepumpen farblich in Blautönen kodiert.

Klimazonen für den Heizbetrieb
Warm (Athen)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
---20 °C
100 %2 °C1 °C20 °C
64 %7 °C6 °C20 °C
29 %12 °C11 °C20 °C
Mittel (Straßburg)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
88 %-7 °C-8 °C20 °C
54 %2 °C1 °C20 °C
35 %7 °C6 °C20 °C
15 %12 °C11 °C20 °C
Kalt (Helsinki)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
61 %-7 °C-8 °C20 °C
37 %2 °C1 °C20 °C
24 %7 °C6 °C20 °C
11 %12 °C11 °C20 °C

Klimazonen für den Heizbetrieb

Da die klimatischen Bedingungen großen Einfluss auf das Betriebsverhalten im Wärmepumpenmodus haben, wurden drei Klimazonen innerhalb der EU gebildet: warm, mittel, kalt. Die Messpunkte liegen einheitlich bei 12 °C, 7 °C, 2 °C und -7 °C. Die Angabe der Klimazonen auf dem Energielabel wird bei Klimageräten und Wärmepumpen farblich unterschieden.

Klimazonen für den Heizbetrieb
Warm (Athen)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
---20 °C
100 %2 °C1 °C20 °C
64 %7 °C6 °C20 °C
29 %12 °C11 °C20 °C
Mittel (Straßburg)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
88 %-7 °C-8 °C20 °C
54 %2 °C1 °C20 °C
35 %7 °C6 °C20 °C
15 %12 °C11 °C20 °C
Kalt (Helsinki)
Temperaturbedingungen
TeillastAußenInnen
DBWBDB
61 %-7 °C-8 °C20 °C
37 %2 °C1 °C20 °C
24 %7 °C6 °C20 °C
11 %12 °C11 °C20 °C

Energielabel

  • Das Energielabel für Wärmepumpen (Heizen) im Überblick

    Fahren Sie mit dem Cursor über das interaktive Energieeffzienzlabel, um mehr über die einzelnen Bestandteile zu lesen.

    Wichtige Stichtage:

    • 26. September 2015: Alle Raumheizgeräte müssen im Lot 1 die Effizienzskala mit den Klassen A++ bis G tragen. Im Lot 2 gilt gleichzeitig eine Skala mit den Effizienzklassen A bis G.
    • 26. September 2019: Auch Raumheizgeräte müssen nun ein Energieeffizienzlabel mit den Klassen A+++ bis D führen.
    Das Energielabel für Wärmepumpen
  • Das Energielabel für Kombiheizgeräte (Heizen / Warmwasserbereitung) mit Wärmepumpe

    Fahren Sie mit dem Cursor über das interaktive Energieeffzienzlabel, um mehr über die einzelnen Bestandteile zu lesen.

    Wichtige Stichtage:

    • 26. September 2015: Alle Raumheizgeräte müssen im Lot 1 die Effizienzskala mit den Klassen A++ bis G tragen. Im Lot 2 gilt gleichzeitig eine Skala mit den Effizienzklassen A bis G.
    • 26. September 2017: Die Skala für Warmwasserbereitung muss nun die Effizienzklassen A+ bis F umfassen.
    • 26. September 2019: Auch Raumheizgeräte müssen nun ein Energieeffizienzlabel mit den Klassen A+++ bis D führen.
    Das Energielabel für Kombiheizgeräte mit Wärmepumpe
  • Das Verbundlabel für die gesamte Anlage

    Für Verbundanlagen aus Raum- oder Kombiheizgeräten und weiteren Komponenten gibt es spezielle Verbundanlagenlabels, die von Herstellern, Großhändlern oder Handwerkern ausgestellt werden. Berücksichtigt werden dabei Temperaturregler, Solareinrichtungen, Speicher und weitere Wärmeerzeuger. Die Energieeffizienzlabels umfassen hier die Klassen A+++ bis G.

    Ecodan Wärmepumpen haben serienmäßig einen intelligenten Temperaturregler und gelten deshalb zusätzlich als Verbundanlagen. Ihre Effizienzklasse lässt sich am Verbundlabel ablesen. Auch hier können Sie per Cursor weitere Details aufrufen.

    Zum Verbundlabel-Rechner:

    Ecodan Wärmepumpen arbeiten auch im Verbund nachhaltig. Erstellen Sie mit dem Verbundlabel-Rechner ein Label für Ihre individuelle Konfiguration.

    Zum Verbundlabel-Rechner

    Das Verbundlabel für die gesamte Anlage
  • Das Energielabel für Warmwasserspeicher (Lot 2)

    Fahren Sie mit dem Cursor über das interaktive Energieeffzienzlabel, um mehr über die einzelnen Bestandteile zu lesen.

    Wichtige Stichtage:

    • 26. September 2017: Die Skala für Warmwasserbereitung muss nun die Effizienzklassen A+ bis F umfassen.
    Das Energielabel für Warmwasserspeicher (Lot 2)

Energielabel

  • Das Energielabel für Klimageräte im Überblick

    Fahren Sie mit dem Cursor über das interaktive Energieeffiizienz-Label, um sich über die einzelnen Bestandteile und Neuerungen zu informieren.

    Das Energielabel für Klimageräte

Einfach immer richtig: Das System Ecodan

Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen Strom, um Energie aus der Umgebungsluft zum Heizen und für die Warmwasserbereitung zu gewinnen. Mit dieser zukunftsweisenden Technologie bietet Mitsubishi Electric ein breites Spektrum von innovativen, hoch effizienten Heizungslösungen an. So ist sichergestellt, dass Sie mit Ihrer Entscheidung für Ecodan einfach immer richtig liegen.

Im Neubau, bei der Heizungsmodernisierung oder mit bis zu 138 kW Leistung als Kaskade im Wohn- und Objektbau: Steigen Sie um auf Umgebungsluft als Wärmequelle – mit Ecodan.

Weitere Informationen zu Ecodan Wärmepumpen für Bauherren erhalten Sie hier, als Fachpartner für Heizungstechnik informieren Sie sich am besten gleich hier.

Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpen

Mitsubishi Electric Technologie: Klimatisierung mit Weitblick

Ganz im Sinne unseres Slogans „Changes for the Better“ entwickeln wir unser Klima- und Lüftungsprogramm permanent weiter. Alle unsere Klimasysteme sind für einen energiesparenden und flüsterleisen Betrieb konzipiert, damit Sie lange Freude daran haben. Wir arbeiten jeden Tag daran, bereits heute die Anforderungen von morgen zu erfüllen. Kommt es auf Komfort, Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit an, ist Mitsubishi Electric die erste Wahl.

Möchten Sie mehr über unsere Klimatechnologien erfahren? Besuchen Sie uns auf www.innovations.mitsubishi-les.com

Klimasysteme sind für einen energiesparenden und flüsterleisen Betrieb

Fragen & Antworten

  • Gibt es heute eine bessere Klassifizierung als A++?Die einzelnen Geräte können heute höchstens die Energieeffizienzklasse A++ auf dem Gerätelabel erreichen. Mehr geht nicht und kann daher auch nicht gezeigt werden. Anders sieht es bei Verbundanlagen aus. Hier kann ein komplettes System im besten Fall heute mit der Energieeffizienzklasse A+++ ausgezeichnet werden. Das wird auf dem Verbundlabel bescheinigt.
  • Werden sich die Bestimmungen der Richtlinie noch verändern?Bereits heute stehen einige Veränderungen fest. In vier Jahren wird das „Etiket II“ das aktuelle Energieeffizienzetikett ersetzen. Dann können auch Einzelgeräte die Energieeffizienzklasse A+++ erreichen. Am unteren Ende steht dann der Buchstabe D (heute G).
  • Warum sehen die Energieeffizienzlabel für verschiedene Wärmeerzeuger unterschiedlich aus?Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie werden im Lot 1 diverse Wärmeerzeuger bewertet. Bei fossilen Wärmeerzeugern müssen allerdings andere Punkte berücksichtigt werden als bei Wärmepumpen. Dies schlägt sich im Aussehen der Energieeffizienzlabel nieder. Da allerdings die Effizienzbewertung für alle Wärmeerzeuger auf der jahreszeitbedingten Raumheizungsenergieeffizienz basiert, sind die Effizienzklassen untereinander vergleichbar.
  • Gilt die neue ErP-Richtlinie in allen EUStaaten oder gibt es Abstufungen?Die Durchführungsverordnung der ErP-Richtlinie für Wärmeerzeuger (Lot 1) gilt in allen Staaten der EU mit den gleichen Regelungen.
  • Betrifft die ErP auch Lagerware?Alle bis zum 25. September 2015 eingeführten Wärmeerzeuger, die beim Hersteller oder Händler im Lager verbleiben, sind nicht betroffen und können abverkauft werden.

Fragen & Antworten

  • Heute ein A und morgen ein A+++?Bedingt durch das neue Messverfahren wird die Einteilung der Energieeffizienz in neue Klassen geordnet. Ein Klimagerät, das nach heutigem Stand die Klasse A erzielt, kann nach neuer ErP-Richtlinie in eine deutlich schlechtere Klasse rutschen. Die Mindestanforderungen haben keinen Einfluss auf die Einstufung der Geräte.
  • Welche Vorteile bietet die neue ErP-Richtlinie für Profis und Nutzer?Durch die drei neuen Effizienzklassen lassen sich Klimageräte noch besser hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit differenzieren. Es herrscht deutlich größere Klarheit über den elektrischen Verbrauch und die Geräuschemissionen – erstmals durchgängig bei den Klimageräten aller Hersteller, was zu einer höheren Transparenz für den Endverbraucher führt.
  • Gilt die neue ErP-Richtlinie in allen EU-Staaten oder gibt es Abstufungen?Die Durchführungsverordnung der ErP-Richtlinie für Raumklimageräte (Lot 10) ist zum 01.01.2013 in Kraft getreten und gilt ohne nationale Übergangsfristen in allen Staaten der EU mit den gleichen Regelungen.
  • Betrifft die ErP auch Lagerware?Alle bis Ende 2012 eingeführten Klimageräte, die beim Hersteller oder Händler im Lager verbleiben, sind nicht betroffen und können abverkauft werden.
  • Was passiert beim teilweisen Austausch von Klimageräten in bestehenden Anlagen?Bestehende Klimaanlagen genießen umfassenden Bestandsschutz. Werden einzelne Geräte beispielsweise aufgrund von technischen Defekten ausgetauscht, müssen lediglich die neu eingesetzten Produkte den Bestimmungen der ErP-Richtlinie entsprechen. Klimageräte, die nicht ausgetauscht werden, unterliegen damit nicht den Regelungen der ErP-Vorschriften.
  • Wer profitiert von der neuen ErP-Richtlinie, wer verliert?Zu den Gewinnern bei den Klimageräten zählen künftig insbesondere Produkte mit der innovativen Invertertechnik. Die ErP-Richtlinie wird nun dafür sorgen, dass Anbieter ineffizienter Geräte ihren Marktzugang verlieren.
  • Wird sich durch die neue ErP-Richtlinie ein Effizienzschub bei neuen Klimageräten ergeben?Viele unserer Klimageräte haben die derzeit noch bestehenden Normen aufgrund unseres Technologievorsprungs in der Invertertechnik weit übertroffen. Der Unterschied im Energieverbrauch zwischen einem derzeit noch als bestes Klimagerät bewerteten Produkt und der künftigen Besteinstufung A+++ kann enorm sein: Bis zu 70 % geringer können der Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten für den Nutzer ausfallen.

Für Lüftungsanlagen: Die ERP-Richtlinie

Die Effizienz steigern und den Energieverbrauch senken: Um diese Ziele auch im Bereich der Lüftungsanlagen zu erreichen, sind im Rahmen der ErP-Richtlinien am 1.1.2016 die Regularien 1253/2014 und 1254/2014 in Kraft getreten. Am 1.1.2018 werden diese Regularien noch einmal verschärft.

Unterscheidung in drei Kategorien

Die Richtlinien sind für Lüftungsgeräte mit mehr als 30 W relevant. Sie unterscheiden grundsätzlich drei Gerätekategorien nach der Höhe des Volumenstroms:

  1. bis 250 m³/h Volumenstrom: Wohnungslüftungsgeräte (1254/2014)
  2. 250 und 1.000 m³/h Volumenstrom: Lüftungsgeräte für Wohngebäude und Nichtwohngebäude.
  3. Über 1.000 m³/h Volumenstrom: Lüftungsgeräte für Nichtwohngebäude (1253/2014)

Über 1.000 m³/h Volumenstrom differenziert die Verordnung in einfache Zuluft- oder Abluftgeräte und Geräte, die Zuluft und Abluft kombinieren.

Lossnay, Einsatz im Wohnzimmer

Unterscheidung in Ein- und Zwei-Richtungs-Lüftungsgeräten

Neben der Unterscheidung in Wohnraum und Nichtwohnraum gibt es eine zusätzliche Differenzierung zwischen Ein- und Zwei-Richtungs-Lüftungsgeräte.

Ein-Richtungs-Lüftungsanlagen (ELA)

Um einen besonders effizienten Betrieb der Anlage zu erreichen, müssen Ein-Richtungs-Lüftungsgeräte (ELA) seit dem 1.1.2016 drehzahlgeregelt betrieben werden bzw. über einen Mehrstufenantrieb verfügen.

Dadurch wird die Leistung so genau wie möglich an den tatsächlichen Bedarf angepasst.

Zwei-Richtungs-Lüftungsanlagen (ZLA)

Da die Zwei-Richtungs-Lüftungsgeräte über ein Zu- und Abluftgebläse verfügen, sind die Anforderungen für diese Kategorie anders definiert. Doch genau wie die ELA benötigen auch diese Geräte seit 2016 einen Mehrstufenantrieb zur Effizienzsteigerung. Darüber hinaus müssen Sie einen festgelegten SFPint-Wert einhalten, der für jeden Luftstrom einzeln berechnet und dann addiert wird. Die Summe darf den vorgegebenen Grenzwert nicht überschreiten.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Für folgende Lüftungsanlagen sind die neuen Regularien nicht relevant:

  • Lüftungsgeräte, die mit einem oder mehreren unabhängigen Ventilatoren und einer elektrischen Leistung unter 30 W arbeiten
  • Nur mit einem Gehäuse ausgestattete Axial- oder Radialventilatoren
  • Lüftungsgeräte, die ausschließlich für den Notfallbetrieb ausgelegt sind.
  • Lüftungsgeräte, die mit einer Fördermitteltemperatur über 100°C arbeiten.
  • Lüftungsgeräte, deren Motorumgebungstemperatur außerhalb des Luftstroms im Betrieb über 65°C liegt.
  • Lüftungsgeräte, bei denen die Fördermitteltemperatur oder die Umgebungstemperatur des Antriebsmotors, wenn dieser außerhalb des Luftstroms liegt, -40°C unterschreitet.
  • Lüftungsgeräte, bei denen die Versorgungsspannung größer als 1.000 V Wechsel- oder 1.500 V Gleichstrom ist.
  • Lüftungsgeräte, die in giftigen, korrosionsgefährdeten oder entzündlichen Umgebungen betrieben werden.
  • Lüftungsgeräte, die über Küchengeräte als Dunstabzugshauben eingestuft sind.
  • Lüftungsgeräte, die in Prozessluft betrieben werden, wie z.B. Maschinenabluft, Serverräume, Datenzentren, land- wirtschaftliche Anwendungen, Gießereien, Hallen mit Industrieöfen, Papierproduktion, gewerbliche Küchen, Umluftanlagen in Reinräumen, Schwimmbecken etc.

Mit Lossnay auf Nummer sicher

Keine Frage: Die neuen Regularien sind in Punkto Umweltschutz und Effizienz eine sinnvolle Maßnahme. Doch natürlich bedeuten Veränderungen und neue Vorschriften auch mehr Arbeit für Planer und installierende Betriebe. Gut, dass Sie sich mit den Produkten der Lossnay-Serie auf Lösungen verlassen können, die bereits die ErP-Richtlinie erfüllen und daher ganz ohne Bedenken eingesetzt werden können.

Zu den Lossnay Produkten

Energielabel

  • Das Energielabel für Lüftungssysteme

    Fahren Sie mit dem Cursor über das interaktive Energieeffiizienz-Label, um sich über die einzelnen Bestandteile und Neuerungen zu informieren.

    ErP-Daten

    Laut der Richtlinie müssen die Lüftungsgeräte mindestens so viel Primärenergie einsparen wie sie verbrauchen. Alle Geräte werden mit entsprechenden Energieeffizienzlabeln von A+ bis G ausgestattet. Bei dieser Klassifizierung hilft der Kennwert des spezifischen Energieverbrauchs (SEV). Er zeigt das Energieeinsparpotenzial des Geräts in Kilowattstunden je m² pro Jahr an. Eine Besonderheit im Bereich der Wohnraumlüftungsgeräte sind die zentralen Anlagen mit Wärmerückgewinnung. Hier hat die Betriebsweise einen hohen Einfluss auf die Energieklasse. So erreicht eine zeitgesteuerte oder auch manuell gesteuerte Ausführung meist eine schlechtere Energieklasse als eine bedarfsgeregelte Steuerung, z. B. durch Feuchte- und CO2-Sensoren.

    SEV-Klasse      SEV in kWh/a.m²

    Lossnay, Einsatz im Wohnzimmer
    Das Energielabel für Lüftungssysteme
Lossnay, Einsatz im Schlafzimmer